Es ging diesmal nach Irland, und zwar mit Marco Polo (nicht Young Line, mit denen ich in früheren Zeiten verreiste). Am 06.09.2018 ging es los; ich flog von Frankfurt/Main ab und gelangte am Nachmittag nach Dublin. Die Reise endete wieder in Dublin am 17.09.2018 mit dem Heimflug nach Frankfurt (und andere Flughäfen).

Reist man zum Polarkreis oder Richtung Norden darüber hinaus, muss man sich auf faszinierende Naturschauspiele einstellen. Im Winter wird es nicht hell, da die Sonne den Horizont nicht überschreitet. Im Sommer wird es nicht dunkel, da die Sonne nicht unter dem Horizont verschindet. Außerdem gibt es in der Nähe der Pole das Nordlicht, auch Polarlicht genannt.

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Teil 7 der Reise: Dundgobi und Töv

Am heutigen Tag legen wir eine vergleichsweise große Distanz zurück - aber auch nur, weil wir die geteerte Straße benutzen, die von Dalandsadgad im Süden bis nach Ulaanbaatar im Norden führt. Und die Straße ist in gutem Zustand - es liegt sicherlich auch daran, dass hier kein Verkehr unterwegs ist, den wir von deutschen Straßen kennen.

Kurzer Stopp in Dalandsadgad (einmal laut vorlesen bitte), dann geht es nach Norden.

Süm Khökh Burd (Dundgobi). Erster Stopp ist Süm Khökh Burd, eine weitere Klosterruine, die sehr verlassen wirkt - auch von Besuchern. Wir schauen uns danach die imposante Felsformation Baga Gazriin Chuluu ("Land der kleinen Steine") an, und kehren in unser nächstes Camp in unmittelbarer Nähe ein.

Überraschung: Die Jurte sieht so leer aus - es ist kein Ofen vorhanden. Na ja, wird haben ja August, was soll schon schiefgehen.

Ja, keinen Ofen in der Jurte, aber es ist August ... und wir haben morgens 11 Grad außerhalb des Bettes. Von einer Erkältung bin ich allerdings verschont geblieben. (Merke: Man zieht sich eine Infektion zu, keine Erkältung. Kälte an sich ist nicht bedenklich.)

Weiter geht es schnell Richtung Ulaanbaatar. Es fängt an zu graupeln, auf der Scheibe sammelt sich Eis... Zum Glück berappelt sich das Wetter wieder, und wir erhalten einen schönen Blick auf die Transsibirische Eisenbahn, die an uns vorbei zieht.

Khan-Khentii-Nationalpark (Töv). Wir erreichen den Khan-Khentii-Nationalpark und treffen auf das Dschingis-Khan-Museum samt riesigem Reiterdenkmal. Dies hier soll der Geburtsort des Mongolenherrschers gewesen sein. Was das Ganze etwas weniger monumental macht, ist, dass die Anlage erst im Jahre 2007 gebaut wurde. Moderne Geschichte.

Im Kunstladen vor dem Schildkrötenfelsen gibt es neben Pelzmänteln und diversem Kleinkram auch eine kleine Hitlerbüste samt Schäferhunden. Fragt sich, wann diese hergestellt wurden.

Wir erreichen die letzte Station unserer Reise, das Kloster Arayaval. Entlang eines Weges finden wir unzählige Spruchtafeln. An so etwas wie einem Glückrad darf man sich eine Nummer erdrehen und muss dann die entsprechende Tafel mit der Nummer lesen.

Danach beziehen wir unsere letzten Jurten. Diesmal gibt es wieder einen Ofen; aber das hektische Holzhacken nach unserer Ankunft lässt die Lagerverwaltung ein bisschen unvorbereitet aussehen.

Schade ist auch, dass wir entdecken müssen, dass offenbar Vieh durch das Lager gewandert ist und für diverse Hinterlassenschaften gesorgt hat. Nachts also bitte nur mit Taschenlampe herumlaufen und nach unten schauen.

Irgendwie hat dieses Camp wenig von dem Charme, den wir in den vorangegangenen Camps erleben durften. Andere Gäste halten offenbar wenig von dezenter Unterhaltung und entspanntem Lageraufenthalt. Es wird gelärmt, getrunken und die Toiletten ... verschmutzt. Sage ich mal so (Details weggelassen). Schade, dass dieses Camp bei jedem von uns den Wunsch aufkommen lässt, möglichst bald ins Hotel zurückzukommen.

Die Reise geht ihrem Ende entgegen. Am Morgen noch eine kleine Wanderung um das Camp; wir finden Edelweiße und genießen einen letzten Blick auf die Landschaft, den Schildkrötenfelsen und das Kloster des Vortags.

Zurück in Ulaanbaatar. Mit dem Bus erreichen wir vormittags schon wieder Ulaanbaatar. Heute steht nicht viel auf dem Programm - ein Besuch in einem Kaschmir-Wolle-Outlet - ich kaufe mir nichts und wandere ein bisschen durch die Stadt. Dabei finde ich den Bogd-Khan-Palast vom zweiten Tag wieder.

Wir gehen ins Einkaufszentrum Ikh Delguur (auch State Department Store genannt) und lassen uns von dem Angebot erschlagen, von dem wir die letzten zweieinhalb Wochen Abstand gewonnen haben. Nun, es gibt zumindest die Gelegenheit,  ein paar Andenken zu ergattern, vielleicht ein T-Shirt oder zwei.

Abends geht es zum Abschlussessen - ein Mongolengrill, was sonst. Aber die Herren zeigen ihre Virtuosität mit Messern - es macht Spaß, zuzuschauen.

Schließlich sind wir wieder im Khabu-Hotel vom zweiten Tag angekommen. Schnell die Koffer und Rucksäcke packen und auf geht's zum Flughafen und nach Hause.

Öffentliche Bilder

 

Wie der Titel sagt: Reisen in den Schnee zum Skifahren. Seit 2004 buche ich meine Reisen bei Sunwave, einem Veranstalter von Singlereisen. Früher nutzte ich auch andere, kleinere Veranstalter, aber Sunwave war für mich (und ist es noch) immer ein Garant für eine nette Reise mit Gleichgesinnten.

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Teil 6 der Reise: Ömnögobi (2)

Khongoryn Els. Es geht westwärts durch die Gobi - bei 25 Grad im Schatten. In der Ferne taucht die Khongoryn Els auf - ein 100 Kilometer langes Sanddünenfeld. Das Camp Govi Erdene (Schatz der Gobi) bietet uns eine nicht erwartete Abwechslung: Blockhütten. Und eine eigene Toilette.

Abend schauen wir ein weiteres Mal bei einer Nomadenfamilie vorbei. Es gibt Schnupftabak, eine Übersicht der vorhandenen Spirituosen, Kamelkäse und Airag.

Am frühen Morgen (also, wirklich früh, Aufstehen um halb 5) geht es raus in die Dünen, denn wir wollen den Sonnenaufgang miterleben. Und es ist unglaublich, was die Natur uns bietet - das Farbenspiel über dem Sand, die sanften Kräuselungen, der Sand, der im Gegenlicht fast wie Schnee aussieht. Und zwischendrin gibt es immer wieder grüne Flecken.

Es geht wieder nach Osten über staubige Pisten. Wir sind nicht alleine - einige andere Busse zeichnen ihren staubigen Weg in die Einöde.

Geierschlucht. Kurz vor drei Uhr nachmittags erreichen wir die Geierschlucht (Jolyn Am). Es wird berichtet, dass der Grund dieser Schlucht nie einen Sonnenstrahl abbekommt, sodass man dort im Sommer Eis finden kann, aber auch hier wirkt sich die globale Klimaerwärmung aus. So kalt ist es tatsächlich nicht; man kann barfuß durch den Bach waten. In der Nähe finden wir ein kleines Museum mit ausgestopften Tieren, die bisweilen unfreiwillig komisch aussehen.

Abends erreichen wir das nächste Camp, Gobi Oasis, nordwestlich von Dalandsadgad, der Hauptstadt des Aimags Ömnögovi (Süd-Gobi).

Öffentliche Bilder

Diese Reise ging mit World Insight in die Mongolei, und zwar vom 08.08. bis zum 25.08.2017. World Insight ist ein deutscher Gruppenreisen-Veranstalter, ähnlich wie Marco Polo, Studiosus, Djoser und zahlreiche andere.

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Teil 5 der Reise: Ömnögobi (1)

Steppe (Dundgobi/Ömnögobi). Quer durch die Gobi geht es heute. Die Gobi ist eine Wüste, wie man sie nicht erwartet - man kennt Wüsten meist nur mit brennender Sonne, Sand, Dünen und Kamelen. Gut, Kamele haben wir hier auch, aber die Sonne ist weit und breit nicht zu sehen. Es fängt an zu regnen. Überall wachsen wilder Thymian und andere Kräuter, und wer das Auto verlässt, bekommt den Duft sofort in die Nase.

Die Erde wird rostrot, und wir treffen auf Saxaul-Wälder. Saxaule sind kleine Bäume und Sträucher, die in trockenen Gebieten Asiens wachsen.

Bajandsag (Ömnögobi). Wir erreichen das heutige Camp Mongolian Gobi Luxury Tourist Camp bei Bajandsak, der Felsformation in der Nähe, die insbesondere unter dem englischen Namen Flaming Cliffs bekannt ist. Wir haben Glück - nach dem verregneten Vormittag taucht die Sonne hinter den Wolken auf und lässt die Felsen feuerrot leuchten.

Die Gegend um die Berge herum ist unglaublich flach. Das Camp sieht gar nicht so weit weg gelegen aus, aber es braucht schon eine Weile, bis wir von den Felsen zurückgelaufen sind.

Sonnenaufgang morgens in der Gobi. Was will man mehr?

Öffentliche Bilder