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Galway, Aran-Inseln und Connemara

Dieser Abschnitt sieht kleiner aus, was aber täuscht. So eine Fahrt mit der Fähre zu den Aran-Inseln dauert schon eine Weile, und darüber hinaus hatten wir ein ausführliches Programm in der Umgebung von Galway.

Galway

Wir trafen am späten Nachmittag in Galway ein, liefen ein wenig durch die Straßen und nahmen unser Abendessen im An Púcán ein, einem sehr angesagten Restaurant in Galway. Die Live-Musik war toll; die Mahlzeiten hatten mich persönlich nicht so sehr überzeugt.

Aran-Inseln

Es ging mit der Fähre zu den Aran-Inseln, genauer: nach Inis Mór (/Inischmor/), der größten Insel. Ein Stückchen fuhren wir mit dem Bus, dann setzte er uns ab, und wir liefen über die karstige Landschaft. Man sollte gut zu Fuß sein, gelegentlich auch einmal über eine Steinmauer klettern wollen (oder diese stückweise abräumen) und kein Problem haben, zwischendrin Kuh- oder Schafherden zu begegnen.

Wie ich jetzt, beim Erstellen der Seiten, entdeckte, habe ich eines der beeindruckendsten Merkmale übersehen: das Wurmloch (Poll na bPéist /Poulnebjescht/), ein natürliches, rechteckiges Wasserbecken im Fels. Schade. Das hing wohl damit zusammen, dass ich mit einigen Leuten etwas weiter hinten lief und die Hinweise unseres Reiseführers nicht mitbekam.

Oben auf dem Hügel thront Dun Aengus (Dún Aonghasa /Dun ängese/), ein Steinfort, das gut 3000 Jahre alt ist.

Abends besuchten wir in Galway noch einmal das An Púcán.

Connemara

Am nächsten Tag besuchten wir einen urtümlichen Bauernhof (nebst Besucherzentrum) im County Connemara. Wir erfuhren einiges über das Leben in diesem Landstrich und insbesondere über das Torfstechen.

Weiter ging es nach Kylemore Abbey (spricht sich im Englischen "killmor"), das mich aus der Entfernung gesehen an ein 3D-Puzzle erinnerte, bei dem man die Teile zu Häusern und Türmen zusammenstecken muss. Sehr schön: der Mauergarten.

Zurück in Galway wohnten wir abends einem besonderen Ereignis bei: einer Tanz- und Gesangsaufführung (Trad on the Prom). Sehr zu empfehlen, wenn man in Galway ist. Auch, wenn man solche Veranstaltungen sonst nicht so häufig besucht. Wie ich zum Beispiel.

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Videos

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Der Norden und der Weg zurück

War der dritte Teil der Reise rein optisch auf der Karte sehr übersichtlich, so sieht dieser Teil wiederum sehr lang aus. Auch das täuscht, denn wir legten viel Strecke im Bus zurück.

Cong und Carrowmore

Ich musste erst einmal nachschlagen, wo sich dieser Ort befindet. Groß ist er nicht gerade ... aber interessant, was in diesem Ort zu finden ist: die Ruine der Cong Abbey (12. Jh), eine Statue von John Wayne mit Maureen O'Hara, da der Film The Quiet Man (Der Sieger) in Cong und Umgebung gedreht wurde, und mit Ashford Castle eines der luxuriösesten Hotels Irlands, dem wir uns nicht allzu sehr nähern sollten, da wir, nun ja, etwas inoffiziell über den Hintereingang durch den Park gewandert waren.

Die Megalithanlagen von Carrowmore reichen in die Steinzeit zurück und sind zwischen 6000 und 4000 Jahre alt. Auch hier war das Wetter nicht so berauschend, sodass wir nicht allzu lange dort verweilten. Wir trafen am späten Nachmittag in Donegal ein und bezogen unser Hotel, das schlicht Central Hotel hieß, am Diamond, einem ungewöhnlichen, da dreieckigen Platz.

Glencolumbkille und Slieve League

Das Museumsdorf von Glencolumbkille zeigt, wie das Leben im Dorf in früheren Jahrhunderten aussah. In der Nähe liegt der Felsen von Slieve League, der eine der höchsten Klippen Irlands darstellt (fast 600 m hoch). Schade war, dass das Wetter nicht hielt; Wind und Nieselregen wechselten sich ab. Wir hätten eigentlich noch weitern wandern könnten, aber leider war dafür nicht genug Zeit - aber das Wetter war ja ohnehin nicht so toll. In Ardara (habe ich erst nach kurzer Recherche herausgefunden) genehmigten wir uns eine Mahlzeit im Restaurant und kehrten nach Donegal zurück.

Auf dem Rückweg

Es ging wieder Richtung Dublin. Damit wir keinen Riesenumweg fahren mussten, durchquerten wir Nordirland für etwa 60 Kilometer. Gegen Mittag erreichten wir Brú na Bóinne /brunabonje/, eine weitere steinzeitliche Kultstätte mit Hügelgräbern.

Nachmittags gegen halb fünf trafen wir in unserem ersten Hotel, dem Academy Plaza Hotel ein. Abends ging es dann noch zu unserem Abschiedsessen.

Am letzten Tag gab es noch ein wenig Zeit für jene wie mich, deren Flug erst abends gehen würde. Ich lief noch ein bisschen durch die Stadt, noch einmal kurz durch das Trinity College, bevor es dann zum Flughafen und nach Hause ging.

Öffentliche Bilder

Hier kann man ein paar Bilder von Tromsø (erster Tag) und Senja sehen. Die Reise fand Mitte Januar statt, also im Polarwinter, und es bietet sich eine ziemlich düstere Landschaft. Es ist fast so, als ob man nur noch vier Farben sehen kann: weiß, schwarz, blau, grau.

Zum Ende der Reise, die mit sechs Tagen ja nicht sehr lange währte, waren die Tage bereits spürbar heller. Die Sonne war nicht zu sehen, da sie sich hinter den Bergen verbarg, aber sie beleuchtete die Wolken mit gelb und orange. Es ist schwer zu beschreiben, wie angenehm sich das anfühlt. Die Menschen hier feiern die Zeit als die "Rückkehr des Lichts".

Übrigens war es nicht so kalt, wie man meinen sollte. Wir hatten jeden Tag stürmischen Wind, und die Temperaturen bewegten sich um den Gefrierpunkt. Kaum zu glauben, dass man so hoch im Norden Tauwetter erleben kann, aber der Golfstrom (noch gibt es ihn) leistet hier spürbar seine Arbeit.

Die Tage werden hier oben am Polarkreis sehr viel schneller länger als bei uns. Wir rechnen: Während bei uns in Deutschland die Tageslänge zwischen 8 Stunden im Winter und 16 Stunden im Sommer schwankt (was einen Unterschied von 8 Stunden ergibt), ändert sich im gleichen Zeitraum die Tageslänge am Polarkreis von 0 auf 24 Stunden. Auf 182 Tage verteilt sind das bei uns im Schnitt 2 Minuten 38 Sekunden pro Tag, dort jedoch 7 Minuten 55 Sekunden. Wohlgemerkt, es gilt im Schnitt, denn die Unterschiede sind im Frühling/Herbst am größten, zu den Sonnenwenden am geringsten (läuft so ähnlich wie eine Sinuskurve).

Öffentliche Bilder

Videos

Hier gibt es zwei Videoclips. Der erste ist während unseres Tagesausflugs auf Senja aufgenommen - es blies kräftiger Wind, der den Schnee waagrecht uns entgegentrieb. Uhrzeit dürfte so kurz nach 14 Uhr gewesen sein.

Der zweite entstand an der Küste, einen Kilometer die Straße von Hamn in Richtung Süden entlang. Gut zu sehen ist der gelborange Wolkenrand, der zeigt, dass die Sonne zu sehen ist - zumindest dort oben.

Es geht nach Tromsø, nördlich des Polarkreises, ins Dunkle. Die Reise findet mit Studiosus statt, und zwar im Rahmen ihres Me-And-More-Programms, ein Angebot für Alleinreisende. Das ist für mich auch die Gelegenheit, Me and More kennen zu lernen.

Bilder von Polarlichtern

Öffentliche Bilder

Videos

Schwer zu erkennen, aber man kann mit etwas Mühe ein bewegtes Polarlicht sehen. Meine Kamera ist nicht empfindlich genug, damit ich ein solch dunkles Motiv gut filmen kann. Das Blinken stammt von einer Boje vor der Küste.

Die folgenden Sequenzen habe ich mit dem Programm ffmpeg aus Einzelbildern erzeugt, die oben bereits zu sehen sind. Das Ganze ergibt jedoch einen Zeitraffer-Effekt, da die Einzelbilder mit 1 Bild/sek aufeinander folgen, jede Aufnahme aber 2-4 Sekunden belichtet wurde.

Diese Reise führte mich in den hohen Norden, auf die Insel Senja, südwestlich von Tromsø. Der Veranstalter der Reise war Eclipse-Reisen, den ich schon von meiner Reise in die Türkei 2006 kannte, als es zur Sonnenfinsternis ging.

Skifahren in den Tuxer Alpen im Jahre 2018.

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