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Tag 12 der Reise: Regen in der Wüste und flammende Felsen

Quer durch die Gobi geht es heute. Die Gobi ist eine Wüste, wie man sie nicht erwartet - man kennt Wüsten meist nur mit brennender Sonne, Sand, Dünen und Kamelen. Gut, Kamele haben wir hier auch, aber die Sonne ist weit und breit nicht zu sehen. Es fängt an zu regnen. Überall wachsen wilder Thymian und andere Kräuter, und wer das Auto verlässt, bekommt den Duft sofort in die Nase.

Die Erde wird rostrot, und wir treffen auf Saxaul-Wälder. Saxaule sind kleine Bäume und Sträucher, die in trockenen Gebieten Asiens wachsen.

Wir erreichen das heutige Camp Mongolian Gobi Luxury Tourist Camp bei Bajandsak, der Felsformation in der Nähe, die insbesondere unter dem englischen Namen Flaming Cliffs bekannt ist. Wir haben Glück - nach dem verregneten Vormittag taucht die Sonne hinter den Wolken auf und lässt die Felsen feuerrot leuchten.

Die Gegend um die Berge herum ist unglaublich flach. Das Camp sieht gar nicht so weit weg gelegen aus, aber es braucht schon eine Weile, bis wir von den Felsen zurückgelaufen sind.

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Tag 13 der Reise: Der Wüstenplanet

Sonnenaufgang morgens in der Gobi. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen.

Es geht westwärts durch die Gobi - bei 25 Grad im Schatten. In der Ferne taucht die Khongoryn Els auf - ein 100 Kilometer langes Sanddünenfeld. Das Camp Govi Erdene (Schatz der Gobi) bietet uns eine nicht erwartete Abwechslung: Blockhütten. Und eine eigene Toilette.

Abend schauen wir ein weiteres Mal bei einer Nomadenfamilie vorbei. Es gibt Schnupftabak, eine Übersicht der vorhandenen Spirituosen, Kamelkäse und Airag.

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Tag 15 der Reise: Road Movie

Am heutigen Tag legen wir eine vergleichsweise große Distanz zurück - aber auch nur, weil wir die geteerte Straße benutzen, die von Dalandsadgad im Süden bis nach Ulaanbaatar im Norden führt. Und die Straße ist in gutem Zustand - es liegt sicherlich auch daran, dass hier kein Verkehr unterwegs ist, den wir von deutschen Straßen kennen.

Kurzer Stopp in Dalandsadgad (einmal laut vorlesen bitte), dann geht es nach Norden. Erster Stopp ist Süm Khökh Burd, eine weitere Klosterruine, die sehr verlassen wirkt - auch von Besuchern. Wir schauen uns danach die imposante Felsformation Baga Gazriin Chuluu ("Land der kleinen Steine") an, und kehren in unser nächstes Camp in unmittelbarer Nähe ein.

Überraschung: Die Jurte sieht so leer aus - es ist kein Ofen vorhanden. Na ja, wird haben ja August, was soll schon schiefgehen.

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Tag 14 der Reise: In der Schlucht

Am frühen Morgen (also, wirklich früh, Aufstehen um halb 5) geht es raus in die Dünen, denn wir wollen den Sonnenaufgang miterleben. Und es ist unglaublich, was die Natur uns bietet - das Farbenspiel über dem Sand, die sanften Kräuselungen, der Sand, der im Gegenlicht fast wie Schnee aussieht. Und zwischendrin gibt es immer wieder grüne Flecken.

Es geht wieder nach Osten über staubige Pisten. Wir sind nicht alleine - einige andere Busse zeichnen ihren staubigen Weg in die Einöde.

Kurz vor drei Uhr nachmittags erreichen wir die Geierschlucht (Jolyn Am). Es wird berichtet, dass der Grund dieser Schlucht nie einen Sonnenstrahl abbekommt, sodass man dort im Sommer Eis finden kann, aber auch hier wirkt sich die globale Klimaerwärmung aus. So kalt ist es tatsächlich nicht; man kann barfuß durch den Bach waten. In der Nähe finden wir ein kleines Museum mit ausgestopften Tieren, die bisweilen unfreiwillig komisch aussehen.

Abends erreichen wir das nächste Camp, Gobi Oasis, nordwestlich von Dalandsadgad, der Hauptstadt des Aimags Ömnögovi (Süd-Gobi).

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Tag 16 der Reise: Wo steht mein Schild?

Ja, keinen Ofen in der Jurte, aber es ist August ... und wir haben morgens 11 Grad außerhalb des Bettes. Von einer Erkältung bin ich allerdings verschont geblieben. (Merke: Man zieht sich eine Infektion zu, keine Erkältung. Kälte an sich ist nicht bedenklich.)

Weiter geht es schnell Richtung Ulaanbaatar. Es fängt an zu graupeln, auf der Scheibe sammelt sich Eis... Zum Glück berappelt sich das Wetter wieder, und wir erhalten einen schönen Blick auf die Transsibirische Eisenbahn, die an uns vorbei zieht.

Wir erreichen den Khan-Khentii-Nationalpark und treffen auf das Dschingis-Khan-Museum samt riesigem Reiterdenkmal. Dies hier soll der Geburtsort des Mongolenherrschers gewesen sein. Was das Ganze etwas weniger monumental macht, ist, dass die Anlage erst vor 10 Jahren gebaut wurde. Moderne Geschichte.

Im Kunstladen vor dem Schildkrötenfelsen gibt es neben Pelzmänteln und diversem Kleinkram auch eine kleine Hitlerbüste samt Schäferhunden. Fragt sich, wann diese hergestellt wurden.

Wir erreichen die letzte Station unserer Reise, das Kloster Arayaval. Entlang eines Weges finden wir unzählige Spruchtafeln. An so etwas wie einem Glückrad darf man sich eine Nummer erdrehen und muss dann die entsprechende Tafel mit der Nummer lesen.

Danach beziehen wir unsere letzten Jurten. Diesmal gibt es wieder einen Ofen; aber das hektische Holzhacken nach unserer Ankunft lässt die Lagerverwaltung ein bisschen unvorbereitet aussehen.

Schade ist auch, dass wir entdecken müssen, dass offenbar Vieh durch das Lager gewandert ist und für diverse Hinterlassenschaften gesorgt hat. Nachts also bitte nur mit Taschenlampe herumlaufen und nach unten schauen.

Irgendwie hat dieses Camp wenig von dem Charme, den wir in den vorangegangenen Camps erleben durften. Andere Gäste halten offenbar wenig von dezenter Unterhaltung und entspanntem Lageraufenthalt. Es wird gelärmt, getrunken und die Toiletten ... verschmutzt. Sage ich mal so (Details weggelassen). Schade, dass dieses Camp bei jedem von uns den Wunsch aufkommen lässt, möglichst bald ins Hotel zurückzukommen.

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