Reist man zum Polarkreis oder Richtung Norden darüber hinaus, muss man sich auf faszinierende Naturschauspiele einstellen. Im Winter wird es nicht hell, da die Sonne den Horizont nicht überschreitet. Im Sommer wird es nicht dunkel, da die Sonne nicht unter dem Horizont verschindet. Außerdem gibt es in der Nähe der Pole das Nordlicht, auch Polarlicht genannt.

Man darf sich jedoch nicht vorstellen, dass es im Winter gar nicht hell würde. Tromsø liegt auf 18° östlicher Länge, sodass man sich leicht ausrechnen* kann, dass der Sonnenhöchststand gegen 11:48 Uhr erreicht ist.  Zwischen 10:30 Uhr und 13:00 Uhr sieht es relativ hell aus, man kann die Zeitung lesen, gerade so, wie wir es in unseren Breiten von der Dämmerung kennen. Allerdings wird es dann nach 14 Uhr schon wieder richtig dunkel, und gegen 15 Uhr sieht der Himmel nachtschwarz aus.

Ich war bislang nur im Winter am Polarkreis, und zwar beide Male in Nord-Norwegen in beziehungsweise in der Nähe von Tromsø. Das erste Mal, 2017, ging es mit Eclipse Reisen nach Senja, einer Insel südwestlich von Tromsø. Das zwei Mal war das Ziel Tromsø selbst, nämlich zu Silvester 2018.

Die Reisen

Ein Klick auf die Flagge führt zum jeweiligen Album.

Silvesterreise 2018/19

Polarlichter über Senja 2017

(* Ausrechnen, ganz einfach: Die Erde dreht sich in 24 Stunden um 360°, also in einer Stunde um 15°. Bei 18° sind 1,2 Stunden vergangen, also 1 Stunde und 12 Minuten. Um 13 Uhr Tromsø-Zeit steht die Sonne in London, Greenwich, im Zenit.)

>> Zurück zur Übersicht

Tag 3 der Reise: Go West

Es geht weiter: Wir besuchen das Gandan-Kloster (Gandantegchinlen Khiid) und brechen dann in die Wildnis auf. Die Fahrt führt uns westlich aus Ulaanbaator heraus. Wir treffen am Nachmittag im Nationalpart Khustain Nuruu ein und beziehen unsere ersten Jurten. Im Nationalpark treffen wir am Abend auf Przewalski-Pferde (Takhi).

Öffentliche Bilder

>> Zurück zur Übersicht

Tag 5 der Reise: Am Ögii Nuur

Weiter nach Westen; wir erreichen kurz vor 14 Uhr unser Camp am Ögii Nuur. Dies ist ein großer, schön gelegener See, auf dem man Boot fahren kann. Vom Camp aus sieht man, wie sich der See vor einem erstreckt. Abends erleben wir den Sonnenuntergang über dem Camp.

Meine Jurte ist hier tatsächlich eine Einzeljurte - mit nur einem Bett. Alles wirkt ein bisschen enger, so wie in einem Zelt. Aber trotzdem fühle ich mich wohl darin.

Gegen 23 Uhr beginnt das Licht in der Jurte zu blinken. Das ist das Zeichen, dass in Kürze der Stromgenerator abgeschaltet wird. Und darauf wurde es dunkel. Also richtig dunkel. Ich habe doch die Taschenlampe über mir an den Dachstreben befestigt - wo ist das blöde Ding nur?

Öffentliche Bilder

>> Zurück zur Übersicht

Tag 4 der Reise: Unser Camp am Berg

Wir brechen vom Khustain Resort auf und fahren teils auf Straßen, teils über Schotterpisten. Mittags gegen 14:00 Uhr erreichen wir das nächste Ger-Camp Khankhar Uul. Um den Berg herum erreicht man das Khamba-Kloster (Erdene Khambiin Khiid).

Der Bergrücken hinter dem Camp ist der Khögnö Khan Uul.

Kleiner Schreck, als ich die Jurte betrete: Die Seitenwände sind hochgebunden, sodass der Wind durch die Jurte zieht. Man erklärt uns, dass es in den letzten Tag stark regnete, sodass auf diese Weise die Jurten getrocknet werden müssen. Hoffentlich binden sie die Wände nachts wieder herunter!

Nachts haben wir einen fantastischen Sternenhimmel, so wie man ihn von zu Hause einfach nicht kennt. Es kommt auf dem Foto nicht so gut heraus, wie ich es mit eigenen Augen erleben darf. Und die Jurten sind auch wieder dicht.

Öffentliche Bilder

>> Zurück zur Übersicht

Tag 6 der Reise: Der Findling

Wir brechen vormittags vom Ögii Nuur auf und machen einen Stopp in der Stadt Tsertserleg. Im Supermarkt gibt es viele vertraute Produkte (von "Gut und günstig", Edeka lässt grüßen); wir nutzen die Gelegenheit, ein paar Süßigkeiten für uns und für kommende Besuche bei Nomaden einzukaufen.

Danach geht es ein Stück weiter nach Nordwesten zum Felsen Taikhar Chuluu. Auf dem Felsen finden sich immer mehr moderne Graffiti, doch wer genau hinschaut, kann sehr alte Inschriften entdecken. Um den Felsen herum gibt esein paar Stände, wir können dort sogar mit dem Bogen auf eine Scheibe schießen - ich verfehle sie nur knapp. Es gibt dort auch Murmeltierfleisch.

Ein Spaziergang führt uns durch die Dämmerung am Abend.

Das Camp bot uns sehr geräumige Jurten; ich hatte die Wahl zwischen vier Betten.

Öffentliche Bilder