- Details
- Zugriffe: 520
Litauen
Öffentliche Bilder
Dieser Bildersatz ist noch nicht freigegeben.
- Details
- Zugriffe: 524
Lettland
Öffentliche Bilder
Dieser Bildersatz ist noch nicht freigegeben.
- Details
- Zugriffe: 648
Unsere Reise beginnt in Estland. Ein Grund dafür, dass ich mit den Bildern so lange gebraucht habe, war tatsächlich das Wetter, das doch über lange Strecken sehr zu wünschen übrig ließ. Man hat dann irgendwie nicht die Motivation, sich mit Hunderten von Bildern zu beschäftigen, die unterschiedliche Stufen grauen Himmels zeigen. So war dann auch Tallinn, Estlands Hauptstadt, in trübem Licht gehüllt, anfangs auch in Regen, welcher aber mit den Tagen immer weniger wurde.
Dabei haben Estland und gerade auch Tallinn viele sehenswerte Ecken zu bieten. Estland war lange Zeit dem Deutschen Orden unterstellt, was man überall noch erkennen kann. Nicht nur, dass die estnische Sprache viele deutsche Reste in sich trägt - ganz anders als Finnisch, siehe dazu auch meine Berichte von den Polarlichtern in Lappland -, sondern dass man auch viele deutsche Namen entdeckt, auch deutsche Texte an den Standbildern, Wappen und an Gemälden.
Überblick
Auf dieser Karte ist unsere Reise quer durch Estland zu erkennen. Sie beginnt in Tallinn (ganz oben), führt uns nach Westen zunächst in die Stadt Haapsalu, danach auf die Insel Muhu mit dem Dorfmuseum, weiter auf die größte Insel Estlands, Saaremaa. Von dort brachen wir auf eine Wanderung auf der benachbarten Insel Vilsandi auf. Von Saaremaa ging es dann über Mittag nach Pärnu, der Sommerhauptstadt, bevor wir wenige Zeit später Estland nach Süden in Richtung Lettland verließen.
Besichtigungstouren
Vor den Fotos möchte ich hier einige Touren vorstellen, die wir an verschiedenen Stationen der Reise unternahmen. Damit wird auch die Zuordnung der Fotos klarer, die unten zu finden sind.
Tallinn
Tallinn hieß vor 1918 (und inoffiziell heute noch) Reval, ob der Name aber wirklich von einem Reh und dessen Fall vom Domberg stammte, ist wohl nicht belegbar. Dennoch gibt es an der vermeintlichen Sturzstelle einen kleinen Park mit der Statue eines Rehs. Tallinn jedoch lässt sich leichter erklären: Taani sind die Dänen (die Esten kennen kein D) und Linn steht für Burg oder Festung, ein weiterer Verweis auf die wechselvolle Geschichte.
Die Architektur zeigt noch immer diesen mittelalterlichen Flair; enge, steile Gassen auf den Domberg hinauf, Fachwerk, alte Kirchen, die Revaler Stadtmauer - und dann wieder das moderne Tallinn im Rotermann-Viertel, das zu Beginn des Jahrtausends komplett umgebaut wurde. Wo früher verfallene Industriegebäude standen, finden sich heute ein großes Kino, jede Menge Kneipen und Läden, ein Treffpunkt für Menschen jeden Alters.
Die ersten zwei Tage waren der Hauptstadt gewidmet, der Plan zeigt unsere Wanderungen durch die Altstadt (anklicken zum Vergrößern). Der blaue Pfad stellt unsere offizielle Besichtigungstour am Vormittag dar, wobei wir vom Hotel am Rathausplatz vorbei hinauf zum Domberg gingen (links) und am Unabhängigkeitsdenkmal die Besichtigung beendeten (unten). Von dort aus gingen wir (roter Pfad) in kleineren Gruppen nach Norden, über den Rathausplatz zum bekannten Café Maiasmokk, wo es hochwertiges Marzipan zu kaufen gibt. Danach gingen wir zur Olaikirche, einmal hinauf, dann wieder zurück durch die Altstadt. Ich stieg dann noch auf die Revaler Stadtmauer in der Nähe unseres Hotels. Abends (magenta) gingen wir essen (nicht dargestellt), dann spazierten wir durch das Rotermann-Viertel (rechts), anschließend durchquerten wir, von Norden kommend, ein letztes Mal die Altstadt bei Nacht, bevor wir zum Hotel zurückfanden.
Vilsandi
Die Insel Vilsandi ist Teil des Nationalparks Vilsandi, zu dem neben ihr noch zahlreiche kleinere Inseln gehören. Vilsandi selbst ist bewohnt, wenn auch im Wesentlichen nur von ein paar Naturforschern; Ortschaften gibt es keine. Nach Vilsandi wird man mit einem Boot gebracht, das zwischen den kleinen Inseln hindurchmanövrieren muss.
Auf Vilsandi kann man viel unberührte Natur erleben ... wenn das Wetter nur etwas schöner gewesen wäre, zumindest blieb es trocken ... über lange Wanderwege, die einen zu einem einsamen Leuchtturm ganz im Westen bringen (erbaut 1809). Über einen Wald in der Mitte der Insel erreichten wir dann wieder den Hafen, wo uns das Boot nach Saaremaa zurückbrachte.
Pärnu
Als wäre es bestellt gewesen, zeigte das Wetter, dass es doch anders kann als das feuchte Dauergrau, als wir in Estlands "Sommerhauptstadt" eintrafen und bot uns den schon lange vermissten Sonnenschein.
Pärnu ist natürlich um einiges größer, als es die Karte der Besichtigungstour vermuten lässt; der ganze Bereich jenseits des Flusses ist hier weggeschnitten. Es hat um die 50000 Einwohner und wurde Mitte des 13. Jahrhunderts vom Deutschen Orden als Pernau gegründet. Es ist ein berühmtes Seebad und so auch während der Sowjetzeiten als Kurbad genutzt.
Wir schauten uns die historische Innenstadt an, suchten uns ein nettes Lokal zu Mittag, und gingen an der Jugendstil-Villa Ammende vorbei zum Strand (ein richtiger Sandstrand, hier im hohen Norden). Anschließend ging es am Nachmittag weiter mit dem Bus Richtung Süden, wo wir dann nach Lettland einreisten.
Fotos
Öffentliche Bilder
Dieser Bildersatz ist noch nicht freigegeben (erst wenn die Bilder aus Lettland und Litauen so weit sind)
Estnische Sprache
Wie auch bei allen meinen anderen Reisen, interessierte mich neben den Sehenswürdigkeiten auch die Landessprache, und sie ist in einiger Hinsicht bemerkenswert.
Estnisch ist eng mit dem Finnischen verwandt, was man schon beim Zählen bemerkt:
| Zahl | Finnisch | Estnisch |
| 0 | nolla | null |
| 1 | yksi | üks |
| 2 | kaksi | kaks |
| 3 | kolme | kolm |
| 4 | neljä | neli |
Und dabei stammt "null" tatsächlich aus dem Deutschen (das es wiederum vom Lateinischen entlehnte), wobei die Finnen sie von den Schweden erhielten.
Estnisch kennt, wie das Finnische, eine große Zahl von Kasus, genauer: 14 (vgl. das Deutsche mit 4). Diese Kasus ersetzen dabei die in den indogermanischen Sprachen typischen präpositionalen Angaben. Wo wir also Komm gut nach Hause sagen und dabei die Angabe "nach" mit Dativ verwenden (Frage: wem?), sagt man in Estnisch: Jõua kenasti koju, wobei
- jõudma = kommen, ankommen; jõua ist der Imperativ, also "komme!"
- kena = schön, gut; kenast ist der Elativ, also "sehr schön/gut"
- kodu = Haus, Heim; koju ist der Illativ (Frage: wo hinein?), also "hinein in dein Heim"
Wo die deutschen Fälle fragen:
- wer, wessen, wem, wen?
fragen die estnischen:
- wer, wessen, wovon, wo hinein, worin, wo heraus, wohin, worauf, von wo, wozu, bis wohin, als was, ohne was, womit?
Das ist für uns indogermanische Sprecher (seien es Deutsche, Engländer, Franzosen, Norweger, Griechen, Italiener, Tschechen usw.) eine ziemlich ungewohnte und herausfordernde Grammatik.
Zum Glück lässt sich Estnisch sehr leicht lesen. Es schreibt sich phonetisch, also im Prinzip so, wie man es spricht, und die meisten Buchstaben sind uns im Deutschen schon bekannt. Einzig ein Buchstabe ist ungewohnt:
- Õ (O mit Tilde, also Wellenlinie), Beispiel: õhk (Luft) oder gleich doppelt: Urmas Sõõruma (Architekt des neugestalteten Rotermann-Viertels)
Dieser Laut ist noch nicht ganz ein Ö (das gibt es ja auch noch), aber auch kein O mehr. Er hat eine Ähnlichkeit mit einem breiten sächsischen O, etwa in "Not" oder "Boot" (wenn man sich nun vorstellt, wie das auf Sächsisch klingt). Man bekommt den Laut hin, wenn man ein O spricht, aber die Lippen nicht rundet, sondern etwas zurückzieht, als wolle man ein E sprechen.
Daneben bleibt noch zu beachten, dass man doppelte Vokale lang spricht, sonst kurz, und das gleiche gilt für Konsonanten. Dabei darf man den vorangehenden Vokal nicht kürzen, wie es im Deutschen typisch ist.
Das Estnische hat über die Zeit viele Wörter aus dem Deutschen importiert, vor allem durch die Herrschaft des Deutschen Ordens, aber auch aus neuerer Zeit:
- Reisibüroo = Reisebüro
- Rand = Strand (auch die Finnen bekommen das "str" nicht hin)
- Lossi = Schloss (wieder ist das "schl" zu schwierig), und der "Lossiplats" und "Lossihoov" sollten damit klar sein
- Toomkirik = Domkirche (sie kennen kein D)
- Pilt = Bild (und auch kein weiches B)
- Apteek = Apotheke (gut, das ist griechisch)
und so weiter.
Dann bleibt mir nur auf Estnisch zu sagen: Ja nüüd nautige minu pilte Eestist!
- Details
- Zugriffe: 1088
Das war mein dritter Urlaub in Bad Hofgastein, wieder - wie schon üblich bei mir - mit dem Veranstalter Sunwave. Im Jahr 2012 reiste ich das erste Mal hierhier, dann noch einmal 2015. Eigentlich wäre ich 2019 zum dritten Mal angereist, wäre mein Vater nicht zwei Wochen zuvor verstorben. Es ist schon ein komisches Gefühl, danach dieses Ziel noch einmal zu buchen, aber wir wollen ja nicht abergläubisch werden, und die gute Nachricht: Es geht allen noch gut.
Bad Hofgastein ist ein nettes Städtchen im Gasteinertal, erreichbar, wenn man über Salzburg nach Süden fährt, an Bischofshofen vorbei, dann kurz der Bundesstraße folgt, die weiter im Westen über Zell am See und Mittersill bis ins Zillertal reicht. Bad Hofgastein lädt zum Schlendern durch den Ort ein, vieles ist in Laufweite erreichbar, was es angenehm vor anderen Reisezielen auszeichnet. An vielen Stellen im Gasteinertal kann man sich einer Radonkur unterziehen, auch unser Hotel bot mit Radon versetztes Wasser an ... wer's mag. (Ich halte nicht viel davon, absichtlich radioaktive Stoffe zu sich zu nehmen, aber schaut gerne selbst in der Wikipedia unter Radonbalneologie und den Zerfallsprodukten von Radon und deren Wirkungen nach.)
Das Hotel Palace kannte ich ebenfalls schon aus den vergangenen Reisen: ein bisschen groß und viel Trubel darin, so versteht man beim Abendessen manchmal sein eigenes Wort nicht. Dafür war aber das Essen selbst ausgezeichnet. Die Zimmer sind auch wieder tadellos gewesen, obwohl, naja, eine Duschzelle hätte ich der Badewanne vorgezogen, die in meinem Badezimmer war, aber da scheiden sich sicher die Geister und deren Vorlieben.
Und das Wetter? Gibt es noch Schnee? - Ja, für uns hat es gerade so gereicht. Wir hatten durchaus mehr Sonnentage als verhangenen Himmel, wie die Bilder zeigen, und auch nur einen Tag, an dem durch Schneefall das Skifahren wenig Spaß machte. Nur war es für meinen Geschmack viel zu warm, häufig deutlich über 0 Grad. So war das Fahren im Schneefall zugleich eine Wäsche für den Skianzug, denn der ganze Niederschlag schmolz sofort auf Jacken und Hosen, und wir sahen aus wie nassgeregnet. Aber an den anderen Tagen schien die Sonne ... was mir so schon wieder - wenn keine Wolke am Himmel steht - Sorgen machte, ob der Sunblocker hält, und daher zog ich vor, die Mittagspausen in den Skihütten zu verbringen anstatt auf deren Terrassen. Die Pisten wurden im Sonnenschein sehr weich (was ich gerne Zitronensorbet nenne), froren dann aber am Nachmittag im Schatten wieder an, wenn es wieder kühler wurde. Am Donnerstag fanden wir richtig harte Pisten vor, da sich die Schneeauflage über Nacht ziemlich verhärtet hatte; ausgerechnet da musste es mich einmal kräftig hinhauen, aber zum Glück war nichts Schlimmes passiert.
Ob ich so begeistert bin, noch einmal nach Bad Hofgastein zu reisen, kann ich nicht sagen. Vielleicht probiere ich zuvor erst noch andere Ziele aus, die ich bisher noch nicht so häufig besucht habe. Vom Skispaß her würde ich es irgendwo im Mittelfeld sehen.
Öffentliche Bilder
Dieser Bildersatz umfasst nur unpersönliche Motive. Um Fotos zu sehen, auf denen Mitglieder unserer Reisegruppe zu sehen sind, muss man sich oben rechts anmelden. Dies ist jedoch nur Mitgliedern der Reisegruppe möglich.
- Details
- Zugriffe: 1545
Schaut euch gerne die übrigen Berichte in der Zwischenzeit an; ich werde noch ein bisschen brauchen, bis das so weit fertig ist.
Erledigt:
- Bilder von Kamera auf PC kopieren
Ausstehend:
- Bilder aussortieren
- Bilder nachbearbeiten
- Bilder hochladen
- Texte