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Litauen
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Unsere Reise setzte sich in Lettland fort. Das Wetter war mittlerweile viel besser geworden, es war trocken und sonnig. In Riga hatten wir den Vormittag lang Hochnebel, aber nur dünnen.
Überblick
Auf dieser Karte ist unsere Reise quer durch Lettland zu erkennen. Sie begann ganz oben am Grenzübergang von Estland, verlief dann auf direktem Weg nach Cēsis. Von dort ging es über Sigulda nach Riga, Lettlands Hauptstadt. Nachdem wir dort einen ganzen Tag zur Besichtigung verbrachten, ließen wir uns vom riesigen Moor bei Ķemeri beeindrucken. Dann ging es schnurstracks nach Süden in Richtung Litauen. Einen Grenzübergang findet man dort nicht, nur ein Schild.
Cēsis
Der deutsche Name der Stadt Cēsis (sprich "Zähsis") lautet "Wenden", was aber nichts mit den Wenden (Slawen auf gemanischem Gebiet) zu tun hat, sondern aus dem Livischen stammt. Man kommt insbesondere wegen der Burg Wenden hierher, einer ehemaligen Burg des Deutschen Ordens. Erbaut im 13. Jahrhundert, ist sie die besterhaltene Burgruine Lettlands.
Ganz in der Nähe der Stadt findet man den Bauernhof Zīpari, auf dem nach altem Handwerk Holzschindeln hergestellt werden, Obst angebaut und Honig gewonnen wird. Dort waren wir nach kurzer Führung zu einem typischen lettischen Abendessen eingeladen.
Ein sehr schönes Hotel (rechts auf der Karte) bot uns Erholung mit einem kleinen Park. Dort begann unsere programmgemäße Tour; am Nachmittag lief ich dann noch die orange Tour.
Sigulda
Wer sich für Wintersport interessiert, hat bestimmt schon etwas von der Rodel- und Bobbahn in Sigulda gehört. Dort schauten wir auch einmal kurz vorbei, aber natürlich war so weit außerhalb der Saison kein Sportler zugegen.
Sigulda (deutsch "Segewold") lag auf unserem Weg von Cēsis nach Rīga, aber wir hatten genügend Zeit, uns die großartige Landschaft anzuschauen. Sigulda liegt an einem tief vom Fluss Gauja eingeschnittenen Tal, und man bekommt eine schöne Aussicht auf dem Weg mit der Seilbahn über das Tal geboten. Die Gegend wird gerne auch lettische Schweiz genannt.
Neben der Landschaft gab es natürlich auch hier Burgen zu bestaunen. Zum einen findet man etwas verborgen die Burgruine Kremon (lett. Krimulda) auf dem Hügel, zu dem die Seilbahn führt. Ein Stück weiter erreicht man das Museumsreservat Treyden (lett. Turaida) mit einer weiteren, gut erhaltenen Burg.
Die blauen Pfade auf der Karte sind unsere Wege zu Fuß; die Seilbahnfahrt ist als rote Strecke unten zu erkennen, und mit dem Bus sind wir von der Gutmannshöhle bis nach Tureida gefahren.
Rīga
Lettlands Hauptstadt war ein besonders faszinierender Punkt auf unserer Reise. Die Ferrari-Dichte auf den Parkplätzen machte sprachlos; sie mag vielleicht in Monaco noch ein wenig höher sein. Tagsüber bietet die Stadt eine Menge Geschichte und kirchliche Bauwerke. Wird es dunkel, sind die Straßen in der Altstadt voller Menschen, es gibt Live-Musik alle paar Meter.
Wir waren einen vollen Tag hier, aber man hätte gut und gerne noch einen weiteren Tag in dieser Stadt verbringen können.
Startpunkt unserer Besichtigungen war unser Hotel (im Bild unten mittig, oberhalb der Bahnlinie). Der rote Pfad war unser offizielles Programm und lief über den Dom bis oben zur Albertstraße (Jugendstilfassaden). Nachmittags lief ich den orangen Pfadf entlang zur Akademie der Wissenschaften unten rechts; es erinnert an beste stalinistische Ostblock-Baukunst, bietet aber einen tollen Überblick in alle Richtungen. Abends besuchten wir die Lounge im Radisson-Blu-Hotel (blauer Pfad).
Fotos
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Lettische Sprache
Anders als Estnisch, die Sprache des nördlichen Nachbarn, ist Lettisch Teil der indogermanischen Sprachfamilie, also mit dem Deutschen verwandt. Allerdings darf man das nicht überbewerten, denn auch Russisch oder Polnisch sind ähnlich verwandt. Und auch wenn man ein paar Wörter zu erkennen meint, ist man noch weit entfernt, das Lettische einfach so zu verstehen. Das Wort, dem man beim Schlendern durch die Straßen am häufigsten begegnet, lautet "iela" (deutsch: "Straße"), was am ehesten mit dem lateinischen "ire" (gehen) in Bezug zu bringen ist.
Die Schreibung des Lettischen ist hingegen sehr phonetisch, das heißt, im Großen und Ganzen spricht sich das Lettische so, wie es sich schreibt. Es gibt ein paar besondere Markierungen:
- Das Makron über einem Vokal (Überstrich) gibt an, dass er lang gesprochen wird, wie in Rīga.
- Einige Buchstaben können ein Komma unter oder über sich stehen haben (ģ, ķ, ļ, ņ), was Palatalisierung bezeichnet. Einfach gesagt, klingt der Konsonant so, als hätte er ein J hinter sich stehen, also etwa ņemt, was wie "njemt" klingt.
- Einige Buchstaben können ein Haček über sich stehen haben (umgekehrtes Dach): č, š, ž, die sich dann "tsch", "sch" und "sch" (stimmhaft, wie anlautend in Journal) aussprechen.
Bei den Diphthongen (Doppellauten) gibt es auch etwas Interessantes: Das Lettische kennt kein "eu", weder als "oi" noch als "ew" gesprochen. Europa heißt auf Lettisch "Eiropa", der "Euro" wird "Eiro" oder "Eira" genannt, auch wenn offiziell der Name "Euro" zu verwenden ist, wie die EU-Kommission verfügte. Die Diskussion um die legitime Benennung der Währung hält offenbar noch an.
Die Doppellaute sind in der Regel beide deutlich zu sprechen, insbesondere ist "ie" kein langes i, sondern spricht sich wie "iä", also "iäla" für "Straße".
Die übrigen Buchstaben sind praktisch gleich dem Deutschen; das C spricht sich immer wie "ts", egal, was folgt. Das Z ist ein stimmhaftes S, wie es im Deutschen vor Vokalen klingt. Das S ist hingegen immer stimmlos wie ein Eszett. Das V spricht sich immer wie ein deutsches W.
Und noch ein Merkmal, was besonders auffällt: Maskuline Wörter haben am Ende ein S stehen, und wenn noch keines dort ist, wird es ergänzt, wie bei "Johans Gotfrīds Herders" (Johann Gottfried Herder). Da schimmern noch alte indogermanische Gepflogenheiten durch, man denke nur an die "us"-Endungen im Lateinischen.
Hier nochmal die ersten 5 Zahlen:
| Zahl | Lettisch |
| 0 | nulle |
| 1 | viens |
| 2 | divi |
| 3 | trīs |
| 4 | četri |
Das klingt schon deutlich vertrauter als das Estnische. Und dennoch: Gerade durch die Palatalisierung und die Sch-Laute klingen Lettisch in meinen Ohren fast ein bisschen wie Russisch.
Deutschland heißt auf Lettisch ganz ungewohnt Vācija, was sich von allen anderen Bezeichnungen deutlich unterscheidet. Eine These geht davon aus, dass dahinter "vaca" für Wikinger steht, eine andere, dass darin ein altpreußisches Wort "wackis" steckt, was "(Kriegs-)Gebrüll" heißt und entweder auf die kriegerischen Plünderungen Bezug nimmt oder einfach nur - wie bei den übrigen slawischen Sprachen ähnlich - eine Sprache bezeichnet, von der die Einheimischen nur unverständliches Gebrüll verstanden.
Und nun auf Lettisch: Un tagad izbaudiet manas bildes no Latvijas!
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Unsere Reise beginnt in Estland. Ein Grund dafür, dass ich mit den Bildern so lange gebraucht habe, war tatsächlich das Wetter, das doch über lange Strecken sehr zu wünschen übrig ließ. Man hat dann irgendwie nicht die Motivation, sich mit Hunderten von Bildern zu beschäftigen, die unterschiedliche Stufen grauen Himmels zeigen. So war dann auch Tallinn, Estlands Hauptstadt, in trübem Licht gehüllt, anfangs auch in Regen, welcher aber mit den Tagen immer weniger wurde.
Dabei haben Estland und gerade auch Tallinn viele sehenswerte Ecken zu bieten. Estland war lange Zeit dem Deutschen Orden unterstellt, was man überall noch erkennen kann. Nicht nur, dass die estnische Sprache viele deutsche Reste in sich trägt - ganz anders als Finnisch, siehe dazu auch meine Berichte von den Polarlichtern in Lappland -, sondern dass man auch viele deutsche Namen entdeckt, auch deutsche Texte an den Standbildern, Wappen und an Gemälden.
Überblick
Auf dieser Karte ist unsere Reise quer durch Estland zu erkennen. Sie begann in Tallinn (ganz oben), führte uns nach Westen zunächst in die Stadt Haapsalu, danach auf die Insel Muhu mit dem Dorfmuseum, weiter auf die größte Insel Estlands, Saaremaa. Von dort brachen wir auf eine Wanderung auf der benachbarten Insel Vilsandi auf. Von Saaremaa ging es dann über Mittag nach Pärnu, der Sommerhauptstadt, bevor wir wenige Zeit später Estland nach Süden in Richtung Lettland verließen.
Besichtigungstouren
Vor den Fotos möchte ich hier einige Touren vorstellen, die wir an verschiedenen Stationen der Reise unternahmen. Damit wird auch die Zuordnung der Fotos klarer, die unten zu finden sind.
Tallinn
Tallinn hieß vor 1918 (und inoffiziell heute noch) Reval, ob der Name aber wirklich von einem Reh und dessen Fall vom Domberg stammte, ist wohl nicht belegbar. Dennoch gibt es an der vermeintlichen Sturzstelle einen kleinen Park mit der Statue eines Rehs. Tallinn jedoch lässt sich leichter erklären: Taani sind die Dänen (die Esten kennen kein D) und Linn steht für Burg oder Festung, ein weiterer Verweis auf die wechselvolle Geschichte.
Die Architektur zeigt noch immer diesen mittelalterlichen Flair; enge, steile Gassen auf den Domberg hinauf, Fachwerk, alte Kirchen, die Revaler Stadtmauer - und dann wieder das moderne Tallinn im Rotermann-Viertel, das zu Beginn des Jahrtausends komplett umgebaut wurde. Wo früher verfallene Industriegebäude standen, finden sich heute ein großes Kino, jede Menge Kneipen und Läden, ein Treffpunkt für Menschen jeden Alters.
Die ersten zwei Tage waren der Hauptstadt gewidmet, der Plan zeigt unsere Wanderungen durch die Altstadt (anklicken zum Vergrößern). Der blaue Pfad stellt unsere offizielle Besichtigungstour am Vormittag dar, wobei wir vom Hotel am Rathausplatz vorbei hinauf zum Domberg gingen (links) und am Unabhängigkeitsdenkmal die Besichtigung beendeten (unten). Von dort aus gingen wir (roter Pfad) in kleineren Gruppen nach Norden, über den Rathausplatz zum bekannten Café Maiasmokk, wo es hochwertiges Marzipan zu kaufen gibt. Danach gingen wir zur Olaikirche, einmal hinauf, dann wieder zurück durch die Altstadt. Ich stieg dann noch auf die Revaler Stadtmauer in der Nähe unseres Hotels. Abends (magenta) gingen wir essen (nicht dargestellt), dann spazierten wir durch das Rotermann-Viertel (rechts), anschließend durchquerten wir, von Norden kommend, ein letztes Mal die Altstadt bei Nacht, bevor wir zum Hotel zurückfanden.
Vilsandi
Die Insel Vilsandi ist Teil des Nationalparks Vilsandi, zu dem neben ihr noch zahlreiche kleinere Inseln gehören. Vilsandi selbst ist bewohnt, wenn auch im Wesentlichen nur von ein paar Naturforschern; Ortschaften gibt es keine. Nach Vilsandi wird man mit einem Boot gebracht, das zwischen den kleinen Inseln hindurchmanövrieren muss.
Auf Vilsandi kann man viel unberührte Natur erleben ... wenn das Wetter nur etwas schöner gewesen wäre, zumindest blieb es trocken ... über lange Wanderwege, die einen zu einem einsamen Leuchtturm ganz im Westen bringen (erbaut 1809). Über einen Wald in der Mitte der Insel erreichten wir dann wieder den Hafen, wo uns das Boot nach Saaremaa zurückbrachte.
Pärnu
Als wäre es bestellt gewesen, zeigte das Wetter, dass es doch anders kann als das feuchte Dauergrau, als wir in Estlands "Sommerhauptstadt" eintrafen und bot uns den schon lange vermissten Sonnenschein.
Pärnu ist natürlich um einiges größer, als es die Karte der Besichtigungstour vermuten lässt; der ganze Bereich jenseits des Flusses ist hier weggeschnitten. Es hat um die 50000 Einwohner und wurde Mitte des 13. Jahrhunderts vom Deutschen Orden als Pernau gegründet. Es ist ein berühmtes Seebad und so auch während der Sowjetzeiten als Kurbad genutzt.
Wir schauten uns die historische Innenstadt an, suchten uns ein nettes Lokal zu Mittag, und gingen an der Jugendstil-Villa Ammende vorbei zum Strand (ein richtiger Sandstrand, hier im hohen Norden). Anschließend ging es am Nachmittag weiter mit dem Bus Richtung Süden, wo wir dann nach Lettland einreisten.
Fotos
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Estnische Sprache
Wie auch bei allen meinen anderen Reisen, interessierte mich neben den Sehenswürdigkeiten auch die Landessprache, und sie ist in einiger Hinsicht bemerkenswert.
Estnisch ist eng mit dem Finnischen verwandt, was man schon beim Zählen bemerkt:
| Zahl | Finnisch | Estnisch |
| 0 | nolla | null |
| 1 | yksi | üks |
| 2 | kaksi | kaks |
| 3 | kolme | kolm |
| 4 | neljä | neli |
Und dabei stammt "null" tatsächlich aus dem Deutschen (das es wiederum vom Lateinischen entlehnte), wobei die Finnen sie von den Schweden erhielten.
Estnisch kennt, wie das Finnische, eine große Zahl von Kasus, genauer: 14 (vgl. das Deutsche mit 4). Diese Kasus ersetzen dabei die in den indogermanischen Sprachen typischen präpositionalen Angaben. Wo wir also Komm gut nach Hause sagen und dabei die Angabe "nach" mit Dativ verwenden (Frage: wem?), sagt man in Estnisch: Jõua kenasti koju, wobei
- jõudma = kommen, ankommen; jõua ist der Imperativ, also "komme!"
- kena = schön, gut; kenast ist der Elativ, also "sehr schön/gut"
- kodu = Haus, Heim; koju ist der Illativ (Frage: wo hinein?), also "hinein in dein Heim"
Wo die deutschen Fälle fragen:
- wer, wessen, wem, wen?
fragen die estnischen:
- wer, wessen, wovon, wo hinein, worin, wo heraus, wohin, worauf, von wo, wozu, bis wohin, als was, ohne was, womit?
Das ist für uns indogermanische Sprecher (seien es Deutsche, Engländer, Franzosen, Norweger, Griechen, Italiener, Tschechen usw.) eine ziemlich ungewohnte und herausfordernde Grammatik.
Zum Glück lässt sich Estnisch sehr leicht lesen. Es schreibt sich phonetisch, also im Prinzip so, wie man es spricht, und die meisten Buchstaben sind uns im Deutschen schon bekannt. Einzig ein Buchstabe ist ungewohnt:
- Õ (O mit Tilde, also Wellenlinie), Beispiel: õhk (Luft) oder gleich doppelt: Urmas Sõõruma (Architekt des neugestalteten Rotermann-Viertels)
Dieser Laut ist noch nicht ganz ein Ö (das gibt es ja auch noch), aber auch kein O mehr. Er hat eine Ähnlichkeit mit einem breiten sächsischen O, etwa in "Not" oder "Boot" (wenn man sich nun vorstellt, wie das auf Sächsisch klingt). Man bekommt den Laut hin, wenn man ein O spricht, aber die Lippen nicht rundet, sondern etwas zurückzieht, als wolle man ein E sprechen.
Daneben bleibt noch zu beachten, dass man doppelte Vokale lang spricht, sonst kurz, und das gleiche gilt für Konsonanten. Dabei darf man den vorangehenden Vokal nicht kürzen, wie es im Deutschen typisch ist.
Das Estnische hat über die Zeit viele Wörter aus dem Deutschen importiert, vor allem durch die Herrschaft des Deutschen Ordens, aber auch aus neuerer Zeit:
- Reisibüroo = Reisebüro
- Rand = Strand (auch die Finnen bekommen das "str" nicht hin)
- Lossi = Schloss (wieder ist das "schl" zu schwierig), und der "Lossiplats" und "Lossihoov" sollten damit klar sein
- Toomkirik = Domkirche (sie kennen kein D)
- Pilt = Bild (und auch kein weiches B)
- Apteek = Apotheke (gut, das ist griechisch)
und so weiter.
Deutschland heißt auf Estnisch übrigens Saksamaa, also das Land (maa) der Sachsen. In Finnland kennt man Deutschland entsprechend auch als Saksa.
Dann bleibt mir nur auf Estnisch zu sagen: Ja nüüd nautige minu pilte Eestist!
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Das war mein dritter Urlaub in Bad Hofgastein, wieder - wie schon üblich bei mir - mit dem Veranstalter Sunwave. Im Jahr 2012 reiste ich das erste Mal hierhier, dann noch einmal 2015. Eigentlich wäre ich 2019 zum dritten Mal angereist, wäre mein Vater nicht zwei Wochen zuvor verstorben. Es ist schon ein komisches Gefühl, danach dieses Ziel noch einmal zu buchen, aber wir wollen ja nicht abergläubisch werden, und die gute Nachricht: Es geht allen noch gut.
Bad Hofgastein ist ein nettes Städtchen im Gasteinertal, erreichbar, wenn man über Salzburg nach Süden fährt, an Bischofshofen vorbei, dann kurz der Bundesstraße folgt, die weiter im Westen über Zell am See und Mittersill bis ins Zillertal reicht. Bad Hofgastein lädt zum Schlendern durch den Ort ein, vieles ist in Laufweite erreichbar, was es angenehm vor anderen Reisezielen auszeichnet. An vielen Stellen im Gasteinertal kann man sich einer Radonkur unterziehen, auch unser Hotel bot mit Radon versetztes Wasser an ... wer's mag. (Ich halte nicht viel davon, absichtlich radioaktive Stoffe zu sich zu nehmen, aber schaut gerne selbst in der Wikipedia unter Radonbalneologie und den Zerfallsprodukten von Radon und deren Wirkungen nach.)
Das Hotel Palace kannte ich ebenfalls schon aus den vergangenen Reisen: ein bisschen groß und viel Trubel darin, so versteht man beim Abendessen manchmal sein eigenes Wort nicht. Dafür war aber das Essen selbst ausgezeichnet. Die Zimmer sind auch wieder tadellos gewesen, obwohl, naja, eine Duschzelle hätte ich der Badewanne vorgezogen, die in meinem Badezimmer war, aber da scheiden sich sicher die Geister und deren Vorlieben.
Und das Wetter? Gibt es noch Schnee? - Ja, für uns hat es gerade so gereicht. Wir hatten durchaus mehr Sonnentage als verhangenen Himmel, wie die Bilder zeigen, und auch nur einen Tag, an dem durch Schneefall das Skifahren wenig Spaß machte. Nur war es für meinen Geschmack viel zu warm, häufig deutlich über 0 Grad. So war das Fahren im Schneefall zugleich eine Wäsche für den Skianzug, denn der ganze Niederschlag schmolz sofort auf Jacken und Hosen, und wir sahen aus wie nassgeregnet. Aber an den anderen Tagen schien die Sonne ... was mir so schon wieder - wenn keine Wolke am Himmel steht - Sorgen machte, ob der Sunblocker hält, und daher zog ich vor, die Mittagspausen in den Skihütten zu verbringen anstatt auf deren Terrassen. Die Pisten wurden im Sonnenschein sehr weich (was ich gerne Zitronensorbet nenne), froren dann aber am Nachmittag im Schatten wieder an, wenn es wieder kühler wurde. Am Donnerstag fanden wir richtig harte Pisten vor, da sich die Schneeauflage über Nacht ziemlich verhärtet hatte; ausgerechnet da musste es mich einmal kräftig hinhauen, aber zum Glück war nichts Schlimmes passiert.
Ob ich so begeistert bin, noch einmal nach Bad Hofgastein zu reisen, kann ich nicht sagen. Vielleicht probiere ich zuvor erst noch andere Ziele aus, die ich bisher noch nicht so häufig besucht habe. Vom Skispaß her würde ich es irgendwo im Mittelfeld sehen.
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Dieser Bildersatz umfasst nur unpersönliche Motive. Um Fotos zu sehen, auf denen Mitglieder unserer Reisegruppe zu sehen sind, muss man sich oben rechts anmelden. Dies ist jedoch nur Mitgliedern der Reisegruppe möglich.
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Schaut euch gerne die übrigen Berichte in der Zwischenzeit an; ich werde noch ein bisschen brauchen, bis das so weit fertig ist.
Erledigt:
- Bilder von Kamera auf PC kopieren
Ausstehend:
- Bilder aussortieren
- Bilder nachbearbeiten
- Bilder hochladen
- Texte