Es ging diesmal nach Irland, und zwar mit Marco Polo (nicht Young Line, mit denen ich in früheren Zeiten verreiste). Am 06.09.2018 ging es los; ich flog von Frankfurt/Main ab und gelangte am Nachmittag nach Dublin. Die Reise endete wieder in Dublin am 17.09.2018 mit dem Heimflug nach Frankfurt (und andere Flughäfen).

Irland ist grün

Ja, Irland ist grün, so viel steht fest. Und es kann nicht nur mit unglaublichen Landschaften aufwarten, auch mit einer langen Geschichte. Das Trinity College in Dublin wurde Ende des 16. Jahrhunderts gegründet. Das Fort Dun Aengus, das wir auf den Aran-Inseln besichtigten, ist über 3000 Jahre alt. Und die Megalithengräber und die Grabhügel, die man über das Land verstreut finden kann, sind wohl noch älter.

Man muss auch nicht immer zu den Touristenmagneten wie den Cliffs of Moher fahren -  andere Klippen gibt es zuhauf, die es zu betrachten lohnt. Beeindruckend sind die Klippen von Slieve League, wenn auch das Wetter dort nicht ganz so gut war wie bei den Klippen von Moher.

Das Wetter war an sich akzeptabel, zwischen 13 und 19 Grad, erwartungsgemäß für September, dennoch war ich zu dünn angezogen. In Deutschland hatten wir in der Vorwoche noch knapp 30 Grad im Schatten; da kann es schwer fallen, an die dicken Sachen im Schrank zu denken.

Der Reiseverlauf

Wir waren eine Reisegruppe von 12 Personen, hinzu kommend der Reiseleiter und der Busfahrer, der uns fast immer Gesellschaft leistete, sowohl an den Stätten, als auch bei den Mahlzeiten - sehr erfreulich, denn dies ist durchaus nicht selbstverständlich.

Bilder der Personen in dieser Reise können jedoch nur nach Anmeldung (rechts oben auf der Webseite) eingesehen werden. Ein Konto kann leicht darüber eingerichtet werden; ich muss es dann aber noch freischalten.

Wir können die Reise grob in vier Abschnitte einteilen:

Der Osten und der Süden. Die Reise begann in Dublin und führte uns zunächst nach Süden. Später erreichten wir den Rock of Cashel, eines der Wahrzeichen Irlands.
Der Südwesten. Hier waren wir im kleinen Ort Glenbeigh untergebracht und starteten von dort aus unsere Ausflüge über den Ring of Kerry und zu den Klippen von Moher. Gelegenheit zum Reiten gab es auch.
Der Westen. Wir fuhren die Küste hinauf, erreichten Galway, besuchten die Aran-Inseln und ließen uns in die Geheimnisse des Torfstechens einweihen.
Der Norden. Um Donegal herum gab es viel Natur zu sehen, etwa die Klippen von Slieve League, aber auch ein Museumsdorf, in dem man das frühere Leben in diesem Landstrich nachvollziehen kann. Schließlich kehrten wir nach Dublin zurück.

Das Irische

Sehr urig ist auch die irische Sprache, auch als Gälisch bekannt. Dass Wörter in fremden Sprachen kaum zu lesen sind, ist jetzt keine besondere Erkenntnis. Aber kaum eine andere Sprache macht es so schwer, das Wort einigermaßen erkennbar auszusprechen, wenn man die Regeln nicht kennt. Die Schreibung im Irischen folgt zwar nachvollziehbaren Regeln; diese unterscheiden sich aber ziemlich von denen anderer Sprachen. Beispiel:

Die Hauptstadt Irlands, Dublin, heißt im Irischen Baile Átha Cliath. Gesprochen wird es, wenn ich eine deutsche Lautschreibung versuche, wie "Baljah Klia". Es ist aber zu erklären: Das i und e im ersten Wort werden nicht gesprochen; die beiden zeigen nur an, dass das "l" dazwischen "hoch" gesprochen wird, etwa wie "lj". (Das Irische verwendet eine Unmenge an Buchstaben, nur um anzuzeigen, wie andere Buchstaben auszusprechen sind.)

Im Irischen ist das "th" nicht wie im Englischen ein Lispellaut, sondern spricht sich wie ein "h". Der Akzent auf dem A zeigt an, dass es wirklich wie A zu spechen ist und nicht gemurmelt wird (wie das e im deutschen "ge-"). Eigentlich müsste man "aha" oder "ahe" sagen; das wird aber meist verschluckt; es bleibt ein langes a. Wie die Aussprache des letzten Wortes lautet, ergibt sich schnell aus dem gerade Beschriebenen.

Da mich Sprachen interessieren, war es für mich eine gerne angenommene Herausforderung, Irisch aussprechen zu lernen. So habe ich bei Fotos, auf denen etwas auf Irisch steht, eine Angabe in deutscher Lautschreibung (zwischen Schrägstrichen) beigefügt. Ich bin dennoch kein Experte und habe auch keinen Muttersprachler in der Hinterhand. So viel würde das aber auch nicht helfen, denn es gibt kein "Hochirisch", also auch keine Standardaussprache.

Interessant ist auch, dass das Irische einen besonderen Schutz genießt, auch wenn es nur noch im äußersten Westen, auf den Aran-Inseln, in Connemara, am Ring of Kerry, aktiv gesprochen wird. Diese Gegend wird Gaeltacht genannt (/gehltecht/). Dennoch findet man in Dublin, wo der Anteil der Gälisch-Mittersprachler irgendwo zwischen 1 und 2% liegt, alle Schilder zweisprachig vor, auch im Flughafen, wie das letzte Bild zeigt.