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Tag 16 der Reise: Wo steht mein Schild?

Ja, keinen Ofen in der Jurte, aber es ist August ... und wir haben morgens 11 Grad außerhalb des Bettes. Von einer Erkältung bin ich allerdings verschont geblieben. (Merke: Man zieht sich eine Infektion zu, keine Erkältung. Kälte an sich ist nicht bedenklich.)

Weiter geht es schnell Richtung Ulaanbaatar. Es fängt an zu graupeln, auf der Scheibe sammelt sich Eis... Zum Glück berappelt sich das Wetter wieder, und wir erhalten einen schönen Blick auf die Transsibirische Eisenbahn, die an uns vorbei zieht.

Wir erreichen den Khan-Khentii-Nationalpark und treffen auf das Dschingis-Khan-Museum samt riesigem Reiterdenkmal. Dies hier soll der Geburtsort des Mongolenherrschers gewesen sein. Was das Ganze etwas weniger monumental macht, ist, dass die Anlage erst vor 10 Jahren gebaut wurde. Moderne Geschichte.

Im Kunstladen vor dem Schildkrötenfelsen gibt es neben Pelzmänteln und diversem Kleinkram auch eine kleine Hitlerbüste samt Schäferhunden. Fragt sich, wann diese hergestellt wurden.

Wir erreichen die letzte Station unserer Reise, das Kloster Arayaval. Entlang eines Weges finden wir unzählige Spruchtafeln. An so etwas wie einem Glückrad darf man sich eine Nummer erdrehen und muss dann die entsprechende Tafel mit der Nummer lesen.

Danach beziehen wir unsere letzten Jurten. Diesmal gibt es wieder einen Ofen; aber das hektische Holzhacken nach unserer Ankunft lässt die Lagerverwaltung ein bisschen unvorbereitet aussehen.

Schade ist auch, dass wir entdecken müssen, dass offenbar Vieh durch das Lager gewandert ist und für diverse Hinterlassenschaften gesorgt hat. Nachts also bitte nur mit Taschenlampe herumlaufen und nach unten schauen.

Irgendwie hat dieses Camp wenig von dem Charme, den wir in den vorangegangenen Camps erleben durften. Andere Gäste halten offenbar wenig von dezenter Unterhaltung und entspanntem Lageraufenthalt. Es wird gelärmt, getrunken und die Toiletten ... verschmutzt. Sage ich mal so (Details weggelassen). Schade, dass dieses Camp bei jedem von uns den Wunsch aufkommen lässt, möglichst bald ins Hotel zurückzukommen.

Öffentliche Bilder