Es ist zum Verzweifeln. Seit Wochen wird über die Reform des Urheberrechts gestritten, aber ein weiteres Mal bekommt man von der Politik demonstriert, wie die Prioritäten liegen. Wenn es zwischen einer wirtschaftlichen Interessengruppe und Bürgern einen Dissens gibt, wird die Politik stets die Wirtschaft bevorzugen. Es kommt einem so vor, als würde man wie ein kleines Kind behandelt. Sei mal still, wenn die Erwachsenen reden.

An dieser Stelle hatte ich schon einen längeren Text stehen, aber wer liest ihn schon? Die Reformkritiker stimmen zu, die Befürworter wischen ihn vom Tisch. Daher hier in Kürze, warum ich den Artikel 13 (jetzt 17) für einen eklatant ungeeigneten Ansatz halte:

  1. Die Plattformen müssen jede Anstrengung leisten, nicht-lizenzierte Verbreitung zu unterbinden. Es gibt keinerlei Sanktion für eine übermäßige Filterung, das heißt, im Zweifelsfall müssen die Plattformen mehr als notwendig blockieren, um hohen Strafen zu entgehen.
  2. Eine effektive Unterbindung der nicht-lizenzierten Verbreitung kann bei der Rate, in der neue Inhalte hochgeladen werden, nur maschinell erfolgen, sonst entstünden immense Personalkosten. Diese maschinelle Unterbindung ist, was als "Uploadfilter" in der Diskussion auftaucht.
  3. Ein maschineller Vergleich ist extrem aufwändig und kann sehr schnell scheitern, wenn die zu prüfende Datei auch nur unmerklich verändert wurde. Konsequenz ist, den Filter auf hohe Toleranz zu stellen, was zahlreiche falsch positive Treffer produzieren wird.
  4. Eine Beurteilung, ob eine Modifikation eines geschützten Inhalts in satirisch/parodistischer Weise stattfand, die bislang keine Lizenz erforderlich machte, oder ob nur unwesentliche Änderungen angebracht wurden, ist maschinell nahezu unmöglich; eine Einschätzung erfordert Sachverstand, den bislang im Zweifelsfall ein Gutachter oder Richter erbringen musste.

Über die dreiste Unverschämtheit einiger Politiker, Kritiker der Reform, zu denen ich mich zähle, als "Google-Bots" zu diffamieren, möchte ich hier keine weiteren Worte verlieren. Ich habe dieses niedrige Niveau der Diskussion nicht nötig und möchte diese Äußerungen nicht über Gebühr aufwerten.

So, die Arbeit ist erst einmal geschafft, jetzt kann ich an den Seiten etwas weiterarbeiten. Die letzten Tage waren nicht sehr schön; wer es genauer wissen will, kann mich ja gerne anschreiben. Nicht alles ist für die breite Öffentlichkeit geeignet.

Endlich ... ich kann wieder "auf Sendung" gehen. Aktuell bin ich noch ein bisschen am Feilen, aber das Ganze nimmt allmählich Formen an.

Nach ziemlich vielen Jahren wurde es allmählich Zeit. Ich glaube, ich bin noch ein paar Monate damit beschäftigt, hier "einzuziehen".

Tja, Satz mit x, zumindest, was die Polarlichter angeht. Aber der Rest war wunderschön. Die Bilder habe ich auch schon hochgeladen, viel Spaß damit. Und nächstes Jahr gibt es vielleicht auch wieder etwas Grünes am Himmel.