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Am dritten Tag der Reise widmen wir uns der Hauptstadt Madeiras, Funchal. Der Name verweist auf den Fenchel, den die Seefahrer hier in Massen vorfanden. Korrekt spricht sich der Name [fũˈʃaɫ] aus, also das U durch die Nase, dann "sch" und das L wie ein "Kölner L".
Bevor wir Funchal nach Abfahrt in Caniço de Baixo erreichen, kommen wir an der Christusstatue Cristo Rei vorbei.
In Funchal setzt uns unser Bus am Parque Santa Catarina ab. Dort findet man eine Statue der Kaiserin Elisabeth von Österreich-Ungarn, den meisten eher als "Sissi" bekannt. Durch den Park hindurch gelangen wir auf die Straße Avenida Arriaga, der wir bis zum Stadtpark (Parque Municipal do Funchal) folgen. Der Park ist für seine exotischen Pflanzen, insbesondere Bäume bekannt.
Der Avenida Arriaga entlang gelangen wir an die Katedrale (Sé do Funchal), dann weiter bis zur Markthalle. Dort gibt es viele Obst- und Gemüsestände und im hinteren Teil den Fischmarkt.
Ein Stückchen laufen wir noch ostwärts, dann kehren wir um, um zur Talstation der Seilbahn zu kommen. Von dort geht es über die Dächer Funchals zum Vorort Monte. Die Kirche Nossa Senhora ist ganz nett, aber der eigentliche Grund, hier hinaufzufahren (abgesehen von der tollen Aussicht über Funchal) ist die 2 km lange Korbschlittenfahrt, die schon seit Anfang des 19. Jahrhunderts - anfangs als öffentliches Transportmittel - betrieben wird.
Nach der Schlittenfahrt geht es weiter zum Botanischen Garten. Hier laufen wir zickzack durch die Blumenfelder, an exotischen Pflanzen und Bäumen vorbei und genießen wieder die Aussicht über Funchal. nach einer kurzen Kaffeepause setzen wir die Besichtigung fort und verlassen den Garten wieder. Der erste Leiter des Gartens war ein Engenheiro Rui Vieira; diesem Wort begegnet man häufiger in der Stadt. "Engenheiro" ist aber kein Name, sondern die portugiesische Variante von "Ingenieur", was hier als Titel (wie Doktor) geführt wird.
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Am ersten Tag gilt es erst einmal, auf der Insel anzukommen, das Hotelzimmer zu beziehen und sich mit dem Mitreisenden zu treffen; das offizielle Programm soll dann erst am Tag 2 beginnen. Unser Hotel trägt den Namen Royal Orchid und liegt in Caniço de Baixo (klingt wie "Kanisu de Baischu").
Für die ganze Woche haben wir einen Kleinbus zur Verfügung, da Madeira - sagen wir - ein gewisses Geschick beim Fahren erfordert, was unser Reiseveranstalter uns nicht zumuten wollte.
Ein paar Monate vor unserer Reise ereignete sich ein Unglück in Caniço, unweit unseres Hotels: Ein Bus mit deutschen Touristen stürzte am 17. April eine Böschung hinunter, 29 Menschen starben. Es wird von einem Fahrfehler ausgegangen.
Am zweiten Tag fahren wir mit dem Bus zum Startpunkt unserer Wanderung, die entlang der Levada do Norte führt - genauer, einem Teilstück. Levadas sind Bewässerungskanäle auf Madeira, welche das Wasser vom regenreichen Norden und von der Mitte der Insel in den ansonsten trockenen Süden leiten. Die Levadas sind typischerweise mit einem Wanderweg versehen, über den die Wartung vorgenommen werden kann, die ansonsten aber hauptsächlich für den Wandertourismus attraktiv sind. Da die Levadas als offene Kanäle keine größeren Steigungen und Gefälle überwinden können, lässt sich ihnen entlang bequem wandern.
Streckenweise muss man jedoch schwindelfrei sein, da der Weg sehr eng werden kann und es jenseits von ihm steil nach unten geht. Einem Teil unserer Gruppe machte das durchaus Probleme.
Bei Eira do Mourão verlassen wir den Wanderweg und fahren mit dem Bus zurück. Zwischendurch halten wir an einem Café und genießen einige der Spezialitäten.
Madeira ist definitiv nicht für seine Strände bekannt - es gibt derer auch nur wenige. An sich scheint die ganze Insel wie ein riesiger Lavabrocken im Meer zu liegen, auf dem sich Menschen an fast unmöglichen Stellen niederließen. Nur in der Mitte der Insel gibt es eine Hochebene, die ein bisschen freie Sicht bietet. Am Hotel gibt es eine Promenade an der Küste entlang, die aber auch nicht allzu weit führt.
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Reykjavík, die nördlichste Hauptstadt der Welt, bietet eine Menge für ihre Besucher, und darum ist der fünfte Teil dieser Reise alleine dieser Station gewidmet. Über den Autobahn-ähnlich ausgebauten Vesturlandsvegur erreichen wir die Stadt von Norden, die wir über die Fjorde schon aus der Entfernung gut erkennen konnten. Es geht direkt in die Innenstadt und von dort auf den Hügel Öskjuhlíð, auf dem das Warmwasserreservoir Perlan steht. Von dort hat man eine schöne Aussicht auf die Stadt, aus der die bekannte Kirche Hallgrímskirkja hervorsticht.
Diese besuchen wir im Anschluss, laufen danach etwas durch die Stadt und kommen beim Parlamentsgebäude Alþingishúsið vorbei. Weiter geht es durch die Stadt mit kurzem Besuch des Rathauses (Ráðhús), am Hafen vorbei, bis wir das Konzerthaus Harpa erreichen. An der Bucht entlang kommen wir zu unserem Hotel.
Am nächsten Tag fahren wir ein Stück nach Norden, wo wir unsere letzte Wanderung auf den Hausberg Reykjavíks beginnen, den Úlfarsfell, kurz vor der nächsten Stadt Mosfellsbær gelegen. Der Berg ist 295 m hoch, was sich recht gut erwandern ließ. Hier können wir noch einmal über Reykjavík blicken, bevor es mit dem Bus wieder zurück in die Stadt geht. Den restlichen Nachmittag verbringen die meisten in der Stadt, laufen noch einmal durch die Straßen, an den Tjörnin-See, um sich abends im Restaurant Reykjavík zu treffen, zum Abschlussessen.
Am nächsten Morgen geht es sehr früh (04:20!) mit dem Taxi Richtung Flughafen Keflavík und nach Hause.
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Wir verlassen den Dettifoss und setzen unsere Reise Richtung Westen fort, entlang dem Norðurlandsvegur. Nach einer halben Stunde treffen wir am Námafjall und dem zu seinem Fuße liegenden Hochtemperaturgebiet Hverir (auch Hverarönd genannt) ein. Über Stege kann man sich sicher über den heißen Boden bewegen, in dem es an vielen Stellen zischt und blubbert, Fumarolen speien Dampf in die Luft, und der Schwefelgeruch verfolgt einen, wohin man auch läuft.
Kurz darauf umrunden wir den Mývatn (Mückensee), zu dem wir am nächsten Tag noch einmal zurückkehren, und erreichen am späten Nachmittag einen weiteren Wasserfall, den Goðafoss (Götterfall), den letzten auf unserer Reise. Kurz danach machen wir uns auf den Weg nach Akureyri, wo wir erstmals zwei Nächte verbringen.
Am nächsten Tag geht es zurück zum Mückensee, wo wir einen schwarzen Schotterkegel (Hverfjall) hinaufwandern und einen schönen, wenn auch wieder bewölkten Ausblick auf den Mývatn genießen können. Der Abstieg führt uns in das unheimliche Dimmuborgir (wörtlich: Dunkelburgen), wo Elfen und Trolle hausen sollen.
Anschließend teilen wir uns auf. Ich genieße mit ein paar Teilnehmern das brühwarme Wasser des Thermalbads östlich des Sees, andere schauen sich weitere Lavafelder an. Zurück geht es diesmal links um den See herum.
Nach Akureyri gibt es im Norden nicht mehr allzu viel Interessantes. Wir setzen unsere Fahrt auf dem Norðurlandsvegur fort und umrunden dabei in sechs Stunden ein Viertel der Insel. Zwei kurze Stopps genehmigen wir uns an einer Tankstelle in Blönduós und einer Raststätte in Borganes, dann erreichen wir auch schon Reyjkavík.
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Wir sind in Höfn schon im Osten angekommen; nun geht es die Küste hinauf in den Norden. Endlich hält das Wetter, und schon gelingen schöne Aufnahmen. Wir folgen der Ringstraße an der steil abfallenden Küste entlang, machen einen kurzen Stopp am Leuchtturm Hvalnesviti und fahren weiter bis in den Ort Djúpivogur. Das Restaurant für unser Mittagessen ist ein typisches Handelshaus der einstigen Hanse-Kaufleute, das Langabúð. Der Berg Búlandstindur ragt wie eine ägyptische Pyramide aus der Landschaft.
Nun nehmen wir die Abkürzung über den Öxi-Pass entlang der Piste Axarvegur, quer durch die grandiose Berglandschaft. Wir biegen zum See Lögurinn ab, fahren ein Stück an ihm Richtung Süden und überqueren ihn, um zum Startpunkt unserer nächsten Wanderung zu kommen. Diese führt uns hinauf zum Hengifoss, ein 128m tiefer Wasserfall. Schade, dass das Wetter wieder schlechter geworden ist; der Himmel ist verhangen, am Wasserfall hängen sogar ein paar Wolken. Anders als üblich habe ich diesmal die Fotos beim Abstieg gemacht, da der Blick bergab mehr bietet als bergauf, wenn man auf dem Hang starrt. Der Litlanesfoss zwischen den Basaltsäulen gefällt mir sogar besser als der viel größere Hengifoss.
Am Abend kommen wir in Reyðarfjörður an und übernachen dort im Tærgesen-Hotel. Es geht am nächsten Morgen Richtung Norden und Westen weiter; wir fahren durch eine extrem karge Mondlandschaft (Möðrudalsoræfi); den Mittagsstopp legen wir in Möðrudalur, einem abgelegenen Bauernhof, ein. Er ist recht gut für Gäste ausgestattet; wir sind in der Tat auch nicht die einzigen.
Schließlich gelangen wir zum Dettifoss im Norden der Insel. Interessant: Dieser Wasserfall ist zu Beginn des Film Prometheus - Dunkle Zeichen zu sehen. Der Wind macht uns zu schaffen, die Gischt des Wasserfalls immer wieder über uns hinwegfegend.
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